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18.04. FR Symposium - Freiwillige Feuerwehr Scharrel

Schwerpunktfeuerwehr
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Aktuelles
12. First Responder Symposium im Feuerwehrhaus Scharrel

 
Scharrel (Lk Cloppenburg) – Am Samstag, den 18. April 2026, fand im Feuerwehrhaus Scharrel das 12. First Responder Symposium statt. Rund 70 Gäste konnte der Leiter der First-Responder-Teams Scharrel, Matthias Blanke, begrüßen.
 
Zum Auftakt referierte Herr Rexfort Ohene Adu, Chefarzt der Orthopädie am St. Marien Hospital Friesoythe, zum Thema „Aus dem Alltag in der Unfallchirurgie“. In seinem praxisnahen Vortrag spannte er den Bogen von Schulter-Eckgelenkabsprengungen (Tight Rope) über Wirbelsäulenfrakturen bis hin zu operativen Eingriffen an Schulter, Knie und Hüfte. Dabei verdeutlichte er eindrucksvoll die Herausforderungen moderner Unfallchirurgie und die Bedeutung einer schnellen präklinischen Versorgung.

 
Im Anschluss sprach Dr. med. Achim Gutersohn, Chefarzt der Kardiologie am St. Josef-Hospital Cloppenburg und am St. Marienhospital Vechta, über „Der kardiologische Notfall“. Einen Schwerpunkt legte er auf die Ursachen des plötzlichen Herztodes. Insbesondere bei eingeschränkter Pumpfunktion des Herzens sei die frühzeitige Defibrillation oftmals die einzige lebensrettende Maßnahme. Seine Ausführungen unterstrichen die immense Bedeutung einer gut ausgebildeten Ersthelferstruktur.

 
Mit einem Blick in die Zukunft befasste sich Christian Reens, Notfallsanitäter und Praxisanleiter, in seinem Vortrag zu den neuen Guidelines 2025. Er stellte aktuelle Anpassungen in der Notfallversorgung vor und erläuterte deren praktische Umsetzung im Einsatzdienst.

 
Ein weiterer Programmpunkt widmete sich der Ausbildung im Rettungsdienst. Marcel Apelganz vom Deutsches Rotes Kreuz (DRK) informierte über den Weg zum Notfallsanitäter. Er erläuterte den Ablauf der Ausbildung, bei der Auszubildende im ersten Lehrjahr als dritte Person auf einem Rettungswagen eingesetzt werden. Ziel sei das schrittweise Heranführen an die Rolle als Transportführer. Neben Einsätzen und Tätigkeiten an der Wache unter Anleitung erfahrener Kollegen gehören auch regelmäßige Praxistage sowie die Teilnahme an Unfallrettungslehrgängen zur Ausbildung.

 
Die wissenschaftliche Leitung der Veranstaltung übernahm Kreisfeuerwehrärztin Almut Opolka.

 
Nach der Mittagspause standen praxisorientierte Workshops auf dem Programm. Geübt wurden unter anderem die patientenschonende Rettung mit dem CombiCarrier, die Unterstützung des Rettungsdienstes sowie das Atemwegsmanagement mit der i-gel-Maske. An speziellen Übungspuppen für Erwachsene und Kinder konnten die Teilnehmenden ihr Wissen direkt anwenden und vertiefen.

 
Gegen 15:30 Uhr endete ein eindrucksvoller Fortbildungstag mit geballtem Fachwissen. Einmal mehr wurde deutlich, wie wichtig ein solches Symposium für die kontinuierliche Weiterbildung und Vernetzung der Einsatzkräfte ist. Zum Abschluss bedankten sich Matthias Blanke und Andrea Janssen bei allen Referenten und Teilnehmenden für das große Interesse und wünschten eine gute Heimfahrt.
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